Kathrin Hendrich: Mehrsprachig im Profifußball — und warum sie auf Deutsch flucht
Shownotes
Kathrin Hendrich wuchs in Ostbelgien auf — in einer Region, in der Deutsch, Französisch und Flämisch zum Alltag gehören. Schon als Kind war Sprache für sie kein Schulfach, sondern Lebensrealität. Heute spielt sie für die Chicago Stars und die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, mit der sie gerade das WM-Ticket gelöst hat.
Im Gespräch mit Benjamin Heinz erzählt sie, wie es ist, den Alltag in einer Fremdsprache zu leben — und welche Sprache sie sich für die emotionalen Momente aufhebt.
Worüber wir sprechen:
- Aufwachsen mit drei Sprachen in Ostbelgien
- Warum sie auf dem Platz auf Deutsch flucht — und was Schiedsrichter damit zu tun haben
- Wie ihr Team sich gegenseitig Vokabeln beibringt
- Warum „shift" auf Amerikanisch schneller geht als „schieb durch"
- Ihre Rote Karte für den Hass im Netz
- Warum sie sich für den DFB und gegen Belgien entschieden hat
- Das Missverständnis aus ihren ersten Wochen in Chicago, das ihr bis heute peinlich ist
Ein EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise
Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026.
Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
Das Interview führte Benjamin Heinz.
Transkript anzeigen
00:00:02: Edu-Couch.
00:00:03: Deutsch geht auf Weltreise, elf Folgen, Elfländer und elf Geschichten.
00:00:11: Willkommen zurück auf der Edu-couch!
00:00:13: Mein Name ist Benjamin Heinz und ich sitze gerade remote, der Karti ging über die sitzt grade in Ost-Belgien in Eupen Und du warst ja vergangene Woche in Deutschland weil Du letzte Woche gemeinsam mit einer Mannschaft die WM Qualie klargemacht habt.
00:00:28: Wie hat sich das angefühlt?
00:00:30: Erst mal Glückwunsch.
00:00:31: Ja, vielen Dank!
00:00:32: Er war natürlich ein überragendes Gefühl.
00:00:35: Das war genau das was wir uns vorgenommen hatten und dann hat mir ja das entscheidende Spiel gegen Norwegen in Köln auch noch vor so einer tollen Kulisse.
00:00:43: Es war einfach unglaublich für mich persönlich natürlich auch nochmal sehr besonders weil es eben so nah an Belgien war und die ganze Familie da waren auch viele Freunde und dass wir dann das WM-Ticket lösen konnten, das war einfach toll und rundum einfach gelungener Abend.
00:01:00: Ja, das war auch richtig cool.
00:01:01: Die Stimmung wirkte auf dem Fernseher.
00:01:03: Das kam auch rüber und es war echt cool.
00:01:07: Freut mich sehr!
00:01:08: Man geht zurück quasi aus der alten Heimat in deine neue Heimat nach Chicago und vielleicht auch nachgeschickt.
00:01:14: wie ist das für dich eigentlich immer zwischen den... wenn du in Deutschland warst wird zurückzukommen zwischen den Sprachen aber auch den Kulturen?
00:01:21: Also wir haben jetzt noch ein paar Tage frei, weil die Liga aktuell auch gerade pausiert für ein paar Tagen.
00:01:28: Von daher haben wir ja auch ein paar Tag frei bekommen, auch gerade die, die jetzt mit den Nationalmannschaften unterwegs waren und haben nochmal ein bisschen länger frei.
00:01:35: Ich werde am Zanzigsten wieder zurückfliegen, zanzigste Juni Und dann geht es da wieder mit dem normalen Alltag weiter.
00:01:42: Jetzt genieße ich erstmal die Zeit bei Familie und Freunden noch hier.
00:01:46: Und ja, es ist natürlich immer eine Umstellung.
00:01:49: Vor allen Dingen auch was die Sprache betrifft in Amerika.
00:01:53: Natürlich spreche ich die ganze Zeit nur Englisch und wir haben auch niemanden der irgendwie Deutsch spricht in der Mannschaft.
00:02:01: Ich versuche das ein oder andere Wort immer schon noch beizubringen, aber es natürlich nicht dasselbe als wenn man auf seiner Muttersprache sich unterhält.
00:02:09: Von daher ist es da immer wieder eine Umstellung und dann auch natürlich, wenn ich jetzt mit der Nationalmannschaft unterwegs bin, vor allem Kommandos auf den Platz wieder auf Deutsch zu geben – ist anders, das ist ungewohnt, aber man kommt doch schnell wieder rein!
00:02:24: Ja, das ist total spannend.
00:02:25: Wir sind auch schon mitten im Thema weil der Podcast hat ja das Thema Sprache so als Hauptelement und wir haben immer so eine Anstoßfrage und die Frage sehe ich bei jedem gleich welche Rolle spielt Sprache in deinem Leben?
00:02:36: Und du hast es ja schon irgendwie angerissen.
00:02:38: du bist gerade in Chicago und kommst aber eigentlich aus dem mehrsprachigen Belgien also oder aus Ost-Belgien wird ihr auch Deutsch gesprochen aber auch französisch und flämisch wahrscheinlich auch vielleicht noch mal.
00:02:50: wie?
00:02:50: welche Rolle spielt denn ganz allgemein das Thema?
00:02:54: Ja, eigentlich schon von Kind auf eine sehr große Rolle.
00:02:58: Wie du gerade gesagt hast, sprich mal in Belgien eben drei Sprachen und damit weg oder... Bin ich natürlich auch aufgewachsen.
00:03:06: Wir zu Hause haben überwiegend Deutsch gesprochen, in der Schule eben deutsch und französisch.
00:03:11: also ich hatte Lehrer die dann vielleicht auch kein Deutsch sprachen.
00:03:14: Dann hat sich dann beispielsweise mal ein Fach wie Mathematik auch auf Französisch.
00:03:18: dasselbe ist natürlich wenn man hier ins Geschäft geht entweder sprechen die menschen-deutsche oder französe und man muss sich natürlich dementsprechend auch immer anpassen.
00:03:28: Flämisch wie das bei uns auch heißt habe ich jetzt in der schule zwei Jahre gelernt spricht man hier im Gebiet eher weniger, aber auch da hatte ich teilweise Freundinnen und zum Beispiel das Elternteil oder einen Elterenteil komplett nur Flämischsprach.
00:03:43: Also ja Sprachen war schon immer bei mir ein Riesenthema.
00:03:47: deswegen wollte ich auch damals Dolmetscherin werden hatte damals aber tatsächlich Angst ins Ausland zu gehen und ich wusste Wenn ich eben eine Fremdsprache noch dazu lernen möchte, werde ich da nicht drum herumkommen.
00:04:01: Und das hat mich eigentlich davon abgehalten, Dolmetscherin zu werden.
00:04:06: Dass ich irgendwann meiner Amerika wie jetzt landen werde, konnte ich mir damals einfach noch nicht vorstellen.
00:04:10: Also hätte ich vielleicht auch diesen Weg einschlagen können.
00:04:14: aber ja es ist anders gekommen.
00:04:18: Und ja, jetzt natürlich dann auch vor allen Dingen als ich in Frankfurt gespielt habe.
00:04:21: Das war meine zweite Profi-Station hatten wir auch viele ausländische Spielerinnen wo man da auch vor allem Englisch sprechen musste weil die Spielerinnen dann oft noch kein Deutsch sprachen.
00:04:33: von daher bin ich mit vielen Sprachen eigentlich groß geworden und jetzt auch in Amerika ist es auch nicht anders.
00:04:41: Da haben wir auch Spielerinnen die beispielsweise kein Englischen sprechen die vor allen Dingen dann spanisch sprechen, wo wir jetzt auch insgesamt in der Mannschaft sehr gewillt sind, spanisch zu lernen.
00:04:55: Wir haben alle Duolingo oder Bubble als App, bei dem wir versuchen, unsere Mitspielerin auf dieser Ebene zu verstehen und ich finde es total spannend.
00:05:05: habe Sprachen sehr gerne, lerne gerne neue Sprachen.
00:05:09: Von daher kommt mir das eigentlich alles sehr
00:05:11: gelegen.".
00:05:11: Also
00:05:12: bist wirklich die perfekte Gästen dafür... also wirklich Profi?
00:05:16: Wie viel Sprachen sprichst du denn jetzt eigentlich
00:05:17: aktuell?".
00:05:18: Also ich finde es immer schwierig zu sagen wie gut man ist.
00:05:21: wirklich auch spricht natürlich.
00:05:22: Deutsch ist meine Muttersprache.
00:05:23: mit Französisch bin ich groß geworden und spreche es aber eigentlich seitdem ich in Belgien nicht mehr lebe und das ist halt schon über fünfzehn Jahre nicht mehr sehr selten.
00:05:33: deswegen Ich würde sagen, wenn ich irgendwo jetzt wäre, wo wirklich französisch gesprochen wird und wo ich es auch ständig höre und sprechen muss, würde ich schnell wieder reinkommen.
00:05:43: Also Französisch auf jeden Fall dazu.
00:05:46: Hollandisch hatte ich auch in Wolfsburg viele Mitspielerinnen, wo ich das Ganze dann nochmal auffrischen konnte.
00:05:52: Da würde ich auch sagen habe ich zumindest die Basics noch drin.
00:05:57: Klar Englisch aktuell... Und ein bisschen spanisch.
00:06:01: Also ich komme auf fünf, glaube ich und ich mich nicht verzehrt habe... Ich hab nur vorhin
00:06:07: mitgezählt.
00:06:08: Ja, ich würd sagen ungefähr fünf Sprachen ja.
00:06:11: Respekt!
00:06:12: Also wir wissen jetzt mal quasi mangrad in Eupen.
00:06:15: Jetzt würde ich mal quasi in deinen aktuellen Alltag in Amerika mal darüber wechseln wo sprichst du da eigentlich noch Deutsch?
00:06:22: Also wahrscheinlich fast gar nicht mehr oder?
00:06:24: Also in Amerika selber gar nicht außer wenn ich natürlich nach Hause telefoniere.
00:06:29: Ich habe allerdings deutsche Freunde gefunden auch in Amerika außerhalb des Fußballs.
00:06:34: die haben jetzt mit Fußball gar nichts zu tun.
00:06:36: Da spreche ich dann natürlich auch Deutsch, aber ansonsten mein Alltag besteht eigentlich ausschließlich aus
00:06:42: Englisch.".
00:06:43: Und wenn du jetzt auf dem Blatt stehst und der Schiri verpfeift dich total, fliegst du schon auf Englische oder machst du das noch auf Deutsch?
00:06:53: Da muss ich ehrlich gestehen, dass ich das auf Deutsch mache.
00:06:56: Also generell wenn ich mich ärger auf den Platz dann lasse ich das in deutscher Sprache raus.
00:07:00: a, weil ich da natürlich das einfach noch mehr gewohnt bin und mich nochmal besser ausdrücken kann.
00:07:05: und b gerade was die Schiedsrichter betrifft, bin ich vielleicht auch mal froh, wenn sie es nicht verstehen.
00:07:10: Sie haben das jetzt quasi ein Sprachwerk auf dem Feld?
00:07:15: Genau!
00:07:15: Nicht, dass sich superabfällig etwas sagen würde aber man weiß ja nie, manchmal... Manchmal sind sie ja auch sehr pingelig und dann reicht schon so das kleinste Schimpfwort.
00:07:25: Von daher möchte ich da nichts riskieren, drückt mich lieber in Deutsch aus.
00:07:29: Und beim Torjubel?
00:07:31: Also der entscheidende Ausgleichfeld von dir oder von der Kollegin ist dann wahrscheinlich eher auf Deutsch.
00:07:39: Ist bisher noch nicht passiert... Ich weiß gar nicht ob man so viel redet bei dem Torjubell.
00:07:43: Ja stimmt!
00:07:44: Wahrscheinlich schreit man vielleicht aber...
00:07:47: Kommt wahrscheinlich auch drauf an Wie ich mich gerade fühle und wonach mir gerade ist.
00:07:53: Und wenn du jetzt in der Kabine bist, du hast hier schon angesprochen wahrscheinlich sind manes viele Sprache.
00:07:58: Spanisch sprechende Kolleginnen hast du da mit einer Kabine?
00:08:02: Wahrscheinlich auch Englisch-Sprechende.
00:08:04: was gibt es so?
00:08:04: also die gemeinsame Sprache in der Kabine ist dann wahrscheinlich englisch schätze ich mal
00:08:08: Genau überwiegend Englische.
00:08:10: wir haben mehrere Spielerinnen die auch spanisch sprechen und Also ich würde beide Sprachen sagen aber überwiegt eher noch das amerikanische beziehungsweise englische.
00:08:20: Das überwiegt auf jeden Fall.
00:08:22: Bringt ihr euch gegenseitig die Fremdsprachen bei oder sprachen den Thema in der Kabine?
00:08:26: Tatsächlich, vor allem aber auch bei den Physiotherapeuten, die sind sehr gewillt auch andere Sprachen zu lernen und ich habe zum Beispiel zwei Physiotherapeuten, Wir haben uns vorgenommen, dass wir jeden Tag ein neues Wort dazu lernen.
00:08:44: Da muss ich auch sagen sind sie sehr konsequent und selbst wenn ich es mal vergesse fragen Sie immer okay welches Wort lernen wir heute?
00:08:50: Wir haben die Zahlen schon durch und das macht einfach Spaß.
00:08:55: ja und der Kabine ist ähnlich.
00:08:59: wie gesagt manchmal baue ich noch das eine oder andere deutsche Wort ein gerade auch Beim Fluchen, scheiß rutscht mir leider immer noch raus.
00:09:08: Aber dieses Wort mögen die Amerikaner sehr gerne und ich finde es auch immer sehr lustig wenn sie das auch
00:09:14: übernehmen.".
00:09:15: Das klingt total witzig!
00:09:17: Sag mal, du hast hier nebenher auch Bildungswissenschaften, da sind wir eigentlich wieder bei der Edu-Couch also beim Bildungspodcast.
00:09:26: Wie funktioniert es generell zwischen der Profikarriere und dem Studium?
00:09:29: Das stelle ich mir auch hart vor, weil ihr habt ja nicht so regelmäßigen Alltag.
00:09:34: Dass man da jetzt irgendwie das lernen und Vorlesungen einbauen kann, stelle mich schwierig vor.
00:09:40: Ja,
00:09:40: das Gute ist dass es ein Fernstudium ist, dass ich eben auch flexibel bin.
00:09:44: Ich würde sagen die Hauptphase habe ich zum Glück hinter mir.
00:09:48: also ich hab alle Prüfungen abgeschlossen.
00:09:51: Das war schon immer noch sehr stressig, aber was habe ich vor allen Dingen dann auch machen können als ich noch in Deutschland war?
00:09:56: Wir hatten dann verschiedene Standorte an denen ich dann eben meine Prüfung schreiben konnte, aber klar man musste sich natürlich... Ja, die Zeit gut einplanen.
00:10:06: Meistens war es dann eben zwischen Einheiten dass man sich wirklich hinsetzen muss und jeden Tag eben wissen was für die Uni machen musste.
00:10:13: diesen Teil habe ich zum Glück jetzt hinter mir.
00:10:14: Ich muss noch die Abschlussarbeit schreiben die Bachelor Arbeit schreiben.
00:10:17: da tue ich mich gerade ein bisschen schwer weil man da wirklich über mehrere Wochen hinweg noch konsequenter sein muss als mit den Prüfungen.
00:10:27: aber ich werde das auf jeden Fall eines Tages noch beenden.
00:10:32: Aber ja, klar.
00:10:33: Also es erfordert natürlich auch einiges an Disziplin und gutes Zeitmanagement.
00:10:39: Ja das kann ich mir vorstellen.
00:10:40: Ich habe mir gedacht, Bildungswissenschaften hast du da einen anderen Blick jetzt auf deine Coaches irgendwie?
00:10:46: Weil du ja quasi das auch so bisschen lernst, hat man dann einen anderenblick auf die eigenen Trainerinnen.
00:10:52: Also ich glaube schon, dass das natürlich auch noch geholfen hat.
00:10:56: Dass einfach so theoretisch vielleicht manche Dinge noch zu erklären.
00:11:00: Grundsätzlich interessiere ich mich aber generell auch um Menschen und Psychologie ist ja auch ein Teil von Bildungswissenschaften Und lese dazu auch einige Bücher.
00:11:09: Von daher glaube ich, dass mir das auf jeden Fall auch hilft.
00:11:13: Ja, es ist grundsätzlich nicht schlecht wenn man als Spielerin dann auch vielleicht nochmal die andere Seite gerade der Trainer einnehmen kann um viele Dinge einfach noch mal besser zu verstehen oder nachvollziehen zu können auf jeden Fall.
00:11:24: Und ich meine die Frage hatte du hast wahrscheinlich auch schon öfters gehört aber was wenn Du jetzt Bildungs- und Wissenschaftlern studiert hast?
00:11:29: Was möchtest Du denn nach einer quasi Fußball-Profi-Karriere machen?
00:11:32: Wirst Du da quasi in der Kollegin von mir?
00:11:35: Willst Du dann auch in der Bildungsbranche arbeiten oder ist das dein Ziel?
00:11:40: Mein Traum wäre es natürlich, mein Studium mit dem Fußball zu verbinden.
00:11:45: Also ich kann mir gerade aktuell gar nicht vorstellen so gar nicht mehr mit Fußball irgendwie in Kontakt zu sein.
00:11:51: von daher ist das so.
00:11:53: meine grobe Vorstellung ja wenn das irgendwie möglich wäre weiß nicht in irgendeinem Verein zu arbeiten wo man dann eben Jugendlichen oder ja Kindern den richtigen Weg weisen kann plus dann eben so die bildungswissenschaftliche Seite noch mit einfließen zu lassen.
00:12:10: Das wäre eigentlich perfekt und das könnte ich mir sehr gut vorstellen.
00:12:14: Ja spannend,
00:12:14: ich bin gespannt!
00:12:15: Ich werde es verfolgen.
00:12:20: Halbzeit auf der Edu-Couch.
00:12:22: Diese Staffel entsteht in Kooperation mit Cornelsen.
00:12:28: Danke an die Partner, die unsere Reise durch Elfländer möglich machen.
00:12:33: Halbzeit Ende!
00:12:37: im
00:13:00: Internet ein, dass Leute einfach anonym irgendwelche blöden Kommentare ablassen können.
00:13:05: Die andere Menschen in erster Linie verletzen sollen, dem würde ich auf jeden Fall eine rote Karte geben und ich glaube gerade in der aktuellen Zeit wird es immer schlimmer oder ist auch sehr präsent das Thema und ich glaub man kann nicht genug darauf hinweisen um hoffentlich das irgendwann mal ein bisschen zu reduzieren oder sogar zu stoppen.
00:13:25: Ja absolut Gibt es auch Klischees gegenüber dem Frauenfußball, die dich nerven oder hast du das Gefühl, dass sie in den letzten Jahren weniger geworden sind?
00:13:35: Ich habe das Gefühl zumindest ist Frauenfuessball auf jeden Fall deutlich mehr im Mainstream angekommen als es noch vor Jahren war.
00:13:41: Aber gibt's ja immer noch so hartnäckige Klischee, die ich nerven?
00:13:44: Ja definitiv!
00:13:46: Die liest man immer wieder.
00:13:48: Ich glaube auch, dass es weniger geworden ist.
00:13:50: Aber trotzdem hat man dann immer noch diese typischen Sprüche wie keine Ahnung... Ach die sind so schlecht!
00:13:56: Die würden gegen eine U-Fünfzehn-Jungsmannschaft zwanzig Null verlieren.
00:14:00: Also das sind so Standnachtsprüche mittlerweile.
00:14:04: wo ich mir dann auch so denke... Wie soll ich sagen, kann man das eigentlich ernst nehmen?
00:14:10: Was ist jetzt einfach übernommen und unreflektiert ins Internet wieder gesetzt.
00:14:14: Aber grundsätzlich glaube ich es ist weniger geworden Und ich meine Es gibt ja mittlerweile auch wirklich sehr schönen und ansinnliche Spiele.
00:14:22: Ich meine die Zuschauerzahlen sprechen ja auch für sich.
00:14:25: Also Ja, ich mein wir haben ja jetzt auch wieder vor Über dreißigtausend Zuschauern in Köln gespielt.
00:14:33: Das ist alles alles andere als selbstverständlich.
00:14:36: Aber das zeigt natürlich auch, dass es Interesse trotzdem steigt.
00:14:41: Trotzdem gibt's immer noch andere Meinungen.
00:14:43: Was grundsätzlich okay ist, aber bitte bleibt dann bei der Wahrheit.
00:14:47: Wir kommen jetzt mal wieder zu einem positiven Thema.
00:14:50: Es gibt auch andere Vereine, wo die Frauen inzwischen in dem Hauptstadion spielen und nicht mehr eine andere Spielstätte.
00:14:58: Genau, aber wir kommen mal zu einem positiven Thema zur der F-Meter Runde wo du dich relativ schnell entscheiden musst und keine ausweichen schnelle Antworten.
00:15:09: Und wir fangen mal an mit der ersten Frage Karneval oder Fasching?
00:15:14: Definitiv Karnevall!
00:15:17: Und belgische oder amerikanische Pommes?
00:15:20: Belgische Pommes Bärgische Fritten muss ich auch sagen.
00:15:24: Klar, sie heißen ja nicht Dörter.
00:15:26: Bärkische Fritte und Bärges Essen vermisst zwar meisten in der USA.
00:15:30: Gutsbrot.
00:15:32: Und gibt es ein lieblingsdeutsches Wort was du hast?
00:15:35: Ich nenne jetzt das was ich am meisten eigentlich gebrauche und das ist genau...
00:15:39: In welcher Sprache träumst Du?
00:15:41: Überwiegend Deutsch
00:15:43: Aber es passiert schon manchmal dass man auf Englisch träumt oder so mischt wahrscheinlich
00:15:47: Manchmal schon, wenn ich natürlich von meinen amerikanischen Freunden oder Mitspielerinnen träume dann sind die Unterhaltungen schon mal auch auf Englisch.
00:15:55: Und Schlager- oder Deutschrap?
00:16:00: Schlager.
00:16:02: Welchen Schlager?
00:16:03: Darfst du mir davon das verraten?
00:16:08: Alles!
00:16:08: Die komplette Liste ja...
00:16:12: In welchen Sprache bist du am witzigsten?
00:16:17: Ich glaube Deutsch.
00:16:19: Also ich versuche es in Englisch.
00:16:21: Manchmal, glaube ich, kommt's ganz gut an aber manchmal habe ich dann auch Witze im Kopf und dann fällt mir schwer die zu übersetzen und dann ist der Moment schon wieder vorbei.
00:16:32: also würde ich Deutsch sagen.
00:16:33: Und Hanguy oder Hambel?
00:16:36: Hambel!
00:16:37: Und was erklärt Deutschland in einem Wort?
00:16:40: das Letzte?
00:16:41: Deutschland in einen Wort strukturiert.
00:16:44: Ja spannend... Wir wollen in die Nachspielzeit gehen, wir neigen uns zum Ende.
00:16:51: Ich weiß nicht, du verfolgst wahrscheinlich auch die Fußballweltmeisterchaft der Männer jetzt oder?
00:16:55: Ja auf jeden Fall ja!
00:16:57: Mit der Gefahr dass sie Frage natürlich schnell alt hat wenn man natürlich jetzt den Podcast ist und vier Wochen hört.
00:17:03: aber was ist dein Tipp?
00:17:04: wer wird Weltmeister?
00:17:05: ich hoffe sehr deutschland aber leider ist die Konkurrenz sehr groß.
00:17:09: und ja wahrscheinlich ist auch frankreich ein top Favorit oder mein Job Favorit.
00:17:18: Danke,
00:17:18: Franke.
00:17:19: ich voll Deutschland aber Deutschlands wäre schön.
00:17:21: und was ist mit deinen Belgischen Kolleginnen und Kollegen?
00:17:25: also quasi die Nachbar ins Nachbarnlampt?
00:17:27: Drücke ich natürlich auch die Daumen immer wieder für eine Überraschung.
00:17:31: gut Aber ich glaube den Titel wird es nicht reichen.
00:17:35: Du hast dich damals wie die deutsche Nationalmannschaft entschieden du hättest ja auch für die Belgische sozusagen antreten können.
00:17:42: Wie kam es dazu dass du für die Deutsche antreten wolltest?
00:17:45: Genau, meine Mutter ist Belgerin und fahrt als Deutscher.
00:17:48: Deswegen war das auch möglich, weil ich beide Staatsangeröhrigkeiten habe.
00:17:54: Ich hab damals in Belgien auch ein deutsches Fernsehen gesehen.
00:17:58: Vor allen Dingen hab ich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Fernsehen sehen und hatte dadurch einen Bezug dazu.
00:18:04: In Belgien war der Frauenfußball leider noch nicht ganz so weit entwickelt.
00:18:07: Deswegen gab es da keine Spiele der Frauennationalmannschaft am Fernsehen.
00:18:11: Und ich glaube, dass das ausschlaggebend war ... warum ich mir das besser vorstellen konnte für Deutschland zu spielen.
00:18:19: Deswegen habe ich Belgien damals auch
00:18:20: abgesagt.".
00:18:21: Ja, okay.
00:18:22: Spannend, ich meine und es hat sehr gut für die nationalen Mannschaftskarriere läuft ja super also bisher.
00:18:28: Also bisher habe ich's noch nicht bereut.
00:18:30: Ich drücke weiter in den Daumen!
00:18:31: Wir haben noch zwei letzte Fragen eine ernsthafte und im Schluss noch eine witzige, wir fangen mit der Ernsthaftnahme ane mit wie lustig enden.
00:18:38: Sehr
00:18:39: gerne.
00:18:40: Du schungierst
00:18:40: ja jetzt ist ja auch klar geworden, schon seit Jahren mit Sprachen und Ländern und auch mit unterschiedlichsten Rollen.
00:18:47: eigentlich Ist das für dich eigentlich inzwischen normalzustand?
00:18:50: oder ist es schon auch richtig Arbeit immer noch heute?
00:18:52: Die
00:18:52: Sprachen zu wechseln, oder was
00:18:55: meintest du so?
00:18:55: Genau.
00:18:55: Also das, da hättest du ja schon wirklich dändig... also du wächstest in Deutschland unter USA und jetzt bist du in der USA wieder und musst ja auch irgendwie spanisch sprechen und musst Englisch sprechen bis nicht in deine Muttersprache unterwegs.
00:19:09: Ist das inzwischen für dich so ein Normalzustand?
00:19:11: Oder würdest du schon sagen, dass es immer noch richtig Arbeit?
00:19:15: Auf jeden Fall normal zustande, weil man es einfach gewohnt ist.
00:19:18: Aber ich würde jetzt nicht sagen ... dass das keine Arbeit in Anführungszeichen ist.
00:19:23: Mich merkt dann, wenn ich zum Beispiel aus Amerika nach Deutschland geflogen bin mit der Nationalmannschaft unterwegs war die ersten Tage auf dem Platz.
00:19:32: War's tatsächlich schwierig wieder die deutschen Wörter zu benutzen?
00:19:37: Nicht, damit sie nicht mehr eingefallen sind.
00:19:39: also so schlimm ist es nicht.
00:19:40: aber trotzdem ist es auch eine Gewohnheit und wenn du tagtäglich über Monat hinweg ständig dieselben Wörter benutzt für bestimmte Aktionen auf dem Platz, dann ist es trotzdem ne Umstellung.
00:19:51: Wenn man das eben jetzt auf einer anderen Sprache wieder machen muss... Das habe ich tatsächlich auch mit meinen anderen Teamkollegen besprochen die auch im Ausland sind wo wir uns schon vorgenommen haben Wir könnten ja eigentlich auch das weit in Englisch machen weil wir um mich herum zum Beispiel links Rebecca Knack auch in England spielt oder aus Jürgen Nisken.
00:20:09: Auch in London haben wir schon Scherze gemacht, dass wir eigentlich auf Englisch reden könnten.
00:20:14: Haben es aber dann nicht durchgezogen.
00:20:18: Das ist auf jeden Fall immer wieder eine Umstellung das einfach zu switchen.
00:20:24: Dasselbe war auch wenn ich früher... noch in Deutschland gespielt habe und danach Belgien gegangen bin.
00:20:29: Und wenn ich dann in Belgien eher mit deutschem Akzent geredet hab, konnte ich mir hier immer was anhören.
00:20:34: Und anderswo, wenn ich ein paar Wochen in Belgian war und wieder nach Deutschland gegangen bin hatte ich diesen belgischen Akzent mehr als sonst auch noch drin und konnte mir auf der anderen Seite wieder etwas anhören.
00:20:45: also es ist immer schon eine Umstellung trotzdem für mich mittlerweile normal weil ich's nicht anders kenne.
00:20:52: aber Ja, man muss schon konzentriert bleiben.
00:20:55: Aber das hält einen natürlich auch fit zu.
00:20:57: Das ist mir der Fall.
00:20:58: Gibt es eigentlich so Hauptunterschiede quasi wirklich beim Fußball?
00:21:03: Weil du meinst sprachlich aber zum Sinne von als Beruf als Profifußballer gibt's da Unterschiede und du sagst musst man sich irgendwie umstellen weil es doch ein bisschen anders ist amerikanische Fußball oder ist es anders oder ist das quasi universell?
00:21:19: Ja, das ist auch interessant.
00:21:20: Weil wir hatten mir gerade eine Marie Müller noch eingefallen die ja auch rechts gespielt hat und er auch momentan in Amerika spielt.
00:21:26: Wir hatten tatsächlich auch eine Situation da ging es halt darum dass man durchschiebt Dass der Außenverteidiger raus schiebt Und man als Innenverteide oder die Kette halt nachschiebten.
00:21:36: Natürlich gibt's in Deutsch das Wort schieb durch aber irgendwie gefühlt Dauert das ein bisschen zu lang?
00:21:42: In Amerika sagt man halt Shift und es ging halt viel schneller.
00:21:46: Also ich glaube grundsätzlich natürlich existieren die Wörter jeweils in der Sprache, aber in manchen Sprachen oder jetzt in dem Fall ist es dann in Englisch kürzer und einfacher Und dann würde man vielleicht lieber eher auch das englische Wort benutzen.
00:22:01: Jetzt
00:22:01: sind wir mitten im Thema quasi Sprache.
00:22:03: wieder und das ist meine letzte Frage, wenn dir, fällt dir eine Sprachpanne ein in Amerika die passiert ist?
00:22:10: Wo du sagst davon musst die Wälder fahren!
00:22:15: Also mein absoluter Favorit ist auf jeden Fall also eines oder in den ersten Wochen als ich in Amerika war habe ich, wenn die Leute mir was erklärt haben oder erzählt haben, hab' ich trotzdem immer noch Aso-Aso gesagt.
00:22:31: Ja gut, sie wussten natürlich in dem Moment gar nicht, was ich sage aber das war natürlich auch noch so drin und ja... Ich hab es einfach nicht abgestellt und dachte immer Aso, Aso!
00:22:40: Und dann haben sie mir später irgendwann erzählt, dass sie mal verstanden haben.
00:22:43: Dass ich S-Hol, S-Ho-Holsage... Ich bin froh, dass ich irgendwann aufklären konnte.
00:22:50: Ist natürlich nicht so gut wenn du gerade neu bist in einem Land die Leute dich nicht kennen und die Leute denken das sich da die ganze Zeit ein derartiges Schimpfwort sage oder wie auch irgendwelches bezeichnen soll.
00:23:03: aber das ist eines meiner Favoriten wo ich gemerkt habe
00:23:06: ja
00:23:07: man muss dann doch ein bisschen aufpassen was man sagt.
00:23:09: Es gefällt mir sehr gut.
00:23:11: Ich werde es nicht wiederholen, aber ich finde das einmalig.
00:23:16: Vielen Dank für die Anikdote und vielen Danke für das spannende Gespräch!
00:23:21: Ich hätte noch deutlich mehr Fragen schon mitstellen können, aber wir bleiben immer in einem kurzen, twenty-fünf Minutenrahmen.
00:23:28: Ich danke dir, dass du wieder Zeit genommen hast und wünschst dir weiterhin viel Erfolg!
00:23:32: Ja, vielen Dank!
00:23:33: Danke auch für die Einladung!
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